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Quilt

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Published: 14 July 2026
Hits: 85

Freeform Quilted Backpack

So, hier nun mein Erfahrungsbericht zum Nacharbeiten der SweetPea-Vorlage „Freeform Quilted Backpack“. Sweet Pea ist ein australischer Provider von Stick- und Quiltmustern und –vorlagen, den ich glücklicherweise vor einigen Jahren auf der Nadelwelt in Karlsruhe entdeckt habe. Seither habe ich verschiedene Anleitungen umgesetzt und auch abgewandelt, es sind ausnahmslos schöne und strapazierfähige Arbeiten dabei herausgekommen, und die Projekte haben viel Freude beim Sticken, Nähen und Quilten gemacht. Und nicht zuletzt konnte ich auch viel Lob dafür einheimsen, was ja auch ein nicht unerheblicher Faktor ist…. Wer Interesse an der Anleitung hat oder die Kontaktdetails von Sweet Pea haben  möchte, kann mich gerne anschreiben….

Der Rucksack war mein Corona-Projekt, und es hat auch wirklich fast 5 Wochen (so etwa 1 Stündchen pro Tag) gedauert, bis ich alle Teile hergestellt und zusammengesetzt hatte, es war also eins der aufwändigeren Projekte und ist nicht „mal eben so“ für ein freies Wochenende gedacht. Die Anleitung umfasst knapp 80 Seiten. Man stellt erst die verschiedenen Taschenteile her, also zwei Seitentaschen je mit Reißverschluss, die vordere Taschen (3 Stück, davon 2 mit Reißverschluss), die rückseitigen Taschen (3 Stück), dann die oberen drei Rucksackteile für den Gummizug, die Klappe, die Innentasche (8 Teile) und schließlich die Futtertasche (mit Reißverschluss). Wer noch nie einen Reißverschluss eingenäht hat, kann es nach diesem Projekt garantiert im Schlaf…… Die Materialliste ist ebenfalls etwas umfangreicher, man benötigt neben den verschiedenen Reißverschlüssen Zipper, Magnetverschluss, Gummiband, Schieberegler und diverse D-Ringe für die Gurte, Gurtband, Stickvlies, Volumenvlies, und natürlich die Stoffe. Ich habe hier vorrangig Batikstoffe und gemusterte Stoffe in kräftigen Farben und im Komplementärkontrast verwendet und habe mir eine Übersicht der für die verschiedenen Teile eingesetzten Musterstoffe angefertigt, um nicht den Überblick zu verlieren, das kann ich nur empfehlen. Nachdem der Prototyp jetzt fertig gestellt ist, haben auch meine beiden Töchter Bedarf angemeldet, ich werde also in absehbarer Zeit zwei weitere Varianten herstellen, dann jedoch in anderen Farbkombinationen, also einmal in Lila--Gelb—Bunt-Gemustert und einmal Ton-in-Ton in Blau.

Update: diese beiden Varianten sind inzwischen fertiggestellt und die Fotos sind hier eingestellt worden (02/2022)

 

Einzelteile  Einzelteile

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Published: 14 July 2026
Hits: 393

Woher kommen die Inspirationen zu meinen Arbeiten?

Hier versuche ich auf den folgenden Seiten einen Einblick in die Entstehung eines Quilts und meiner Patchwork-Werkstücke zu geben. Vielfach sind es die kleinen Alltäglichkeiten, die mich dazu anregen, ein Erlebnis, eine besondere Situation, ein Stück Landschaft oder einen besonderen Augenblick des Lebens festzuhalten und in Stoff abzubilden. Dabei steht für mich immer im Vordergrund die Farbe der Stoffe, die Auswahl der Nuancen und Schattierungen, die in der Vielfalt und Zusammenschau möglichst genau das Gefühl und die „Stimmung“ in mir wiedergeben sollen, die mich in der Umsetzung angeleitet hat.

Wie für jeden und jede andere Quilterin steht am Anfang des Prozesses auch für mich die Aufgabe, die Stoffe zu ergründen, ihre Struktur und ihre Farben aufzunehmen. Ist die farbliche Komposition gefunden, dann folgt die Entscheidung für eine bestimmte Technik und Verarbeitung, und schließlich wird geschnitten, genhäht und gebügelt. Und dann folgt ein weiterer kreativer Prozess, bei dem durch das Quilten ein neues Design oder die dritte Dimension hinzugefügt wird.

Und dann? Dann liegt er vor mir, der große oder kleine Quilt, von dem eigentlich nur ich weiß, wie viel Herzblut und Aufwand in ihm stecken. Inzwischen ist er ein Teil von mir geworden, zeugt von dem Streben nach neuen Fertigkeiten und textiler Weiterentwicklung, gibt Auskunft über Fähigkeiten, das Gefühl für Farbe und die Komposition und er zeugt von der Wertschätzung oder der Liebe für den Empfänger oder die Empfängerin, wenn ich entscheide, dass dieser Quilt als Geschenk an eine liebe Freundin oder ein Familienmitglied gehen wird. Aber egal, ob viele oder wenige Menschen den Quilt werden bestaunen können, wichtig sind die leuchtenden Augen der Beschenkten oder der BetrachterInnen und das Wissen, das mit ihm alte Traditionen und Fertigkeiten erhalten, verfeinert und weitergegeben werden können.

Meine Arbeiten in Bildern:

Bei der Vielzahl der Quilts, die ich im Laufe der Zeit hergestellt habe, verkaufe ich den einen oder anderen, um PLatz für neue Projekte zu schaffen.
Die Quilts, die zum Verkauf stehen, sind mit Preisen versehen.

EIn Klick auf den jeweiligen Quilt führt zu einem ausführlichen Bericht, wie der Quilt entstanden ist und welche Bedeutung er für mich hat.

2026 Der keltische Jahreskreis 

 

2024 Verschiedene Kissen

2023 Block of the Month National Quilt Museum Paducah

2023 Sewing Tote

2023 Bookshelf Quilt

2022 Elfengarten

2023 Valentine's Quilt

2022 Hearts and Flowers

2022 The Cloisture

2022 Flower Fairy Monthly Calender Quilt

2022 New York Beauty Quilt

2020 Rainbow Quilt

2020 Back Pack Sweet Pea

2020 Pflaumenquilt

2020 Windmühlenquilt

2019 Raindrop Jeans-Quilt

2019 Sternenquilt

2019 Geschenkanhänger

2019 Gardenpath

2018 Mitteldecke

2018 Weekender Flying Geese

2018 Gartenpoesie

2018 Weihnachtssampler

2017 Frosty the Snowman

2017 Fliederdecke

2016 Crazy Patchwork

2016 Paisleydecke

2015 Bettdeckenquilt Bauerngarten

2015 Eulenquilt Krabbeldecke

2015 Fleckerldecke Gartendecke

2014 Sommerdecke "Blütentraum"

2014 Bettdeckenquilt Sampler

2014 Tischläufer für den Frühling

2013/2015 Flower Fairy

2013 acufactum

2012 Attic Window


2011 Tomte Wandbehang



2011 Streifenquilt aus Stoffresten

 

 

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Published: 13 July 2026
Hits: 280

Der keltische Jahreskreis

 

In den ersten Monaten des Jahres 2026 habe ich an einem neuen Zyklus kleinerer Art Quilts gearbeitet, die alle mit Bezug zum keltischen Jahreskreis die Sonnenwendfeiern und die Mondfeste der Kelten thematisieren.

Die Kelten waren Ackerbauern und Meister der Eisenwarenherstellung und siedelten in weiten Teilen Zentraleuropas, so u.a. in Hessen und im Süden und Südwesten Deutschlands, in Österreich und der Schweiz, aber auch in den heutigen Benelux-Staaten, Frankreich, Großbritannien und Irland, und in der Türkei. Die Galater, die wir aus dem neuen Testaments kennen, waren ebenfalls ein keltisches Volk, das im 3. Jahrhundert v. Chr. von Europa nach Kleinasien (die heutige Zentraltürkei) einwanderte und sich in einer Region niederließen, die nach ihnen Galatien genannt wurde und das Gebiet um die heutige Hauptstadt Ankara umfasste. In Zentraleuropa errichteten die Kelten in vielen Regionen bedeutende Fürstensitze, und besonders die Gräberfunde vom Glauberg in Hessen (ca. 400 v. Chr.) und das Grab der Fürstin von Vix in Burgund (ca. 550 v. Chr.) haben eindrucksvoll Einblick in ihre Kultur und ihre Lebensbedingungen ermöglicht. Die Blüte der keltischen Kultur ist zwischen 600 v.Chr. und etwa 50 v.Chr. anzusetzen und heißt LaTéne-Zeit. Nach der Eroberung durch die Römer (u. a. im „Gallischer Krieg“ in den Schriften Caesar ausführlich dargestellt) endete die eigenständige keltische Kultur auf dem europäischen Festland, während sie sich auf den Britischen Inseln noch mehrere Jahrhunderte weiterentwickelte. Nach der Zeitenwende bzw. ab der Christianisierung wird die keltische Bevölkerung in den einzelnen Regionen durch die Romanisierung und im Zuge der Völkerwanderungen von anderen Bevölkerungsgruppen verdrängt und immer stärker assimiliert.

Die Kelten waren nicht nur Ackerbauern, sondern auch erfolgreiche Händler und gründeten große und wichtige Handelsposten in ihren Siedlungsgebieten wie z.B. die Heuneburg auf der schwäbischen Alp, das Gebiet rund um Hallstadt und den Hallstädter See in Oberösterreich und auch Manching nahe München, wo sie erfolgreich den Handel mit Salz, mit Metallen, Wein, Glas-und anderen exotischen Waren aus der Mittelmeerregion betrieben.

Das religiöse Glaubenssystem der Kelten war geprägt von großen Festen und Ritualen, die den Jahreskreis strukturierten und dem jahreszeitlichen Wandel unterlagen. So gab es vier große, wichtige Mondfeste und vier weitere, weniger bedeutende Sonnenwendfeiern oder Jahreskreisfeste, die wir alle auch heute noch kennen, da sie im Zuge der Christianisierung - wenn auch unter einem anderen Namen – in den christlichen Kalender aufgenommen bzw. mit christlichen Symbolen überformt wurden.

 

Dies sind die keltischen Jahreskreisfeste:

IMBOLC – das Mondfest der Lichterkönigin. steht für das Erwachen des Lichts, die Reinigung und den beginnenden Frühling. Es wird traditionell in der Nacht vom 1. auf den 2. Februar gefeiert und markiert exakt die Mitte zwischen der Wintersonnenwende (Yule) und der Frühlings-Tagundnachtgleiche (Ostara) Imbolc bedeutet Waschung und hebt den Charakter des Festes als Reinigungsfest hervor, bei dem der Ballast des Winters rituell abgewaschen wurde. Wir kennen es heute als Fest der heiligen Maria, Maria Lichtmess, und es wird heute immer noch, genau wie damals, am 1. Februar gefeiert.



imbolc

 

IMBOLC

Baumwolle, Chiffon, Seide, genäht in Applikation- und Verschnitt-Technik

 

OSTARA – das Sonnenwendfest der Frühlings- Tag- und Nacht-Gleiche am 21. März. Dieses Fest ist zu unserem Osterfest geworden, und hat einen festen Platz in der christlichen Liturgie.

 

 

ostara

 

OSTARA

Baumolle, Baumwollband, in Streifentechnik maschinengenäht und -geqiltet

 

BELTANE – das Fruchtbarkeitsfest, ein Mondfest. Es ist die Feier des Lebens, das überall in der Natur im Frühling neu erwacht und dem Entstehen neuen Lebens und dem Werden neuen Wachstums huldigt. Es stand ganz im Zeichen von Fruchtbarkeit, Schutz und dem Aufbruch in die Weidesaison und wurde mit großen Frühlingsfeuern in der Nacht vom 30.April auf den 1.Mai gefeiert. Es entspricht unserem Maifest und dem „Tanz in den Mai“: Der geschmückte Maibaum, um den getanzt wird, ist ein keltisches Symbol für die Fruchtbarkeit und die Lebenskraft des Frühlings. Die nächtlichen Feste und der Tanz um das Feuer am 30. April der Walpurgisnacht basieren auf der Tradition der Beltane-Feuer.

 

 

 

BELTANE

Baumwoll- und Chiffonstoff, appliziert und in Streifentechnik maschinengenäht, und z.T. handgestickt.

 

LITHA – das Fest der sommerlichen Sonnenwende am 21. Juni. Die Sonne erreicht ihren höchsten Stand an diesem längsten Tag des Jahreskreises und in Folge werden die Tage wieder kürzer und die Nächte länger. Wie bei fast allen keltischen Festen wurden auf markanten Hügeln riesige Mittsommerfeuer entzündet. Sie sollten die Kraft der Sonne ehren und gleichzeitig Schutz vor bösen Geistern bieten, die in dieser magischen Nacht besonders aktiv sein sollten.

 

 

 

LITHA

Baumwoll- und Seidenstoffe, in freier Schneidetechnik, maschinengequiltet.

 

LAMMAS – das „Schnitterfest“. Es ist das keltische Erntefest und markiert den Beginn der Getreideernte, wenn das Korn geschnitten wird und die angebauten Feldfrüchte und die übrige Ernte eingebracht wird. Gleichzeitig ist es das Ende des Sommers und der Beginn des Herbstes. Es wird am 1. August gefeiert und es gibt eine sehr starke inhaltliche und kalendarische Verbindung zwischen Lammas und Mariä Himmelfahrt. Auch wenn es sich um Feste aus unterschiedlichen Religionen handelt, hat die christliche Kirche im Zuge der Missionierung das alte keltische Ernte- und Kräuterbrauchtum direkt in das Himmelfahrt Marias am 15. August integriert. Zu Lammas wurden die ersten heilkräftigen Kräuter des Spätsommers gesammelt. Sie galten als Geschenk der Erdmutter, die sich für die Menschen opferte, um die Ernte zu ermöglichen. Die Kirche ersetzte die Erdmutter durch die Jungfrau Maria. Dieses Ritual lebt besonders in den alpenländischen Regionen als das Fest zu „Maria Himmelfahrt“ noch fort, wo an diesem Tag „Kräuterbuschen“, also Gebinde aus den Gaben der Erde, aus Kräutern, Korn, und Blumen gebunden und Maria geweiht werden. Dabei werden medizinische Wildkräuter wie Johanniskraut, Schafgarbe und Königskerze im christlichen Gottesdienst gesegnet und zuhause an Türen und Fenster zur Abwehr von Krankheit aufgehängt.

 

 

 

LAMMAS

Baumwoll- und Twillstoffe, maschinengenäht,gequiltet mit der Longarm

 

MABON - das Fest der herbstlichen Sonnenwendfeier am 23.September. Mabon ist ein Fest des Innehaltens. Am Tag der Herbst-Tagundnachtgleiche sind Tag und Nacht exakt gleich lang. Es ist eine Zeit der Bilanz. Man blickt auf das Jahr zurück und wiegt ab: Was habe ich gesät, was habe ich geerntet? Gleichzeitig symbolisiert es den Einzug der Dunkelheit: Nach Mabon werden die Tage unaufhaltsam kürzer als die Nächte. Das Fest markiert den bewussten Übergang in die dunkle Jahreshälfte.

 

 

 

MABON

Wollstoffe, Baumwollstoffe und Filz, genäht in Streifentechnik, Applikationen maschinengenäht.

SAMHAIN – das Mondfest der Toten. Für die Kelten markierte dieses Fest das Ende des alten Jahres und den Beginn des neuen Jahres – es war ihr Neujahrsfest. Das Wort stammt aus dem Altirischen und bedeutet übersetzt schlicht „Ende des Sommers“ (sam = Sommer, fuin = Ende). Es leitete die dunkle, kalte Jahreshälfte ein. Die Kelten sahen das Jahr als einen Kreislauf aus Sterben und Wiedergeburt. An Samhain stand die Natur still, das alte Jahr starb. Man glaubte, dass in dieser Übergangsnacht die Gesetze von Zeit und Raum aufgehoben waren. Der Schleier zwischen der diesseitigen Welt und der Anderswelt (der Welt der Geister und Toten) war in dieser Nacht hauchdünn. Böse Dämonen und Naturgeister konnten in dieser Nacht die Erde betreten, und die Ahnen durften für eine Nacht zu den Lebenden zurückkehren, und um den Weg zu finden, hielten sie ausgehöhlte Rüben in der Hand, die leuchteten. Aus diesen Rüben wurden unsere Kürbisse, die in der Halloween-Nacht leuchten: Samhain wurde in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1.November gefeiert und entspricht unserem Fest „Allerheiligen“.

 

 

 

SAMHAIN

Seide, Chiffon und Baumwollstoff, appliziert, maschinengenäht und -gequiltet

YULE – das Fest der Wintersonnenwende, das am kürzesten Tag des Jahres, am 21. Dezember gefeiert wird. Der exakte astronomische Zeitpunkt der Wintersonnenwende wird im altirisch-keltischen Kontext oft als Meán Geimhridh (Mitte des Winters) bezeichnet. Dabei stand die Wiedergeburt des Lichts und die Rückkehr der Sonne im Vordergrund. Die Kelten sahen diesen Tag als den tiefsten Punkt der Dunkelheit, an dem die Sonne stillsteht, um danach wiedergeboren zu werden. Es war ein Fest der Hoffnung und des stillen Dankes. Es ist die Wiederkehr des Lichts, von nun an werden die Tage wieder länger werden und die Feier des Sieges des Lichts über Dunkelheit und Nacht, Kälte und Frost lebt in unserem christlichen Weihnachtsfest weiter.

 

 

 

YULE

Tüll, Spitzenstoff, Baumwollstoff, Chiffon und Perlen, maschinengenäht und –gequiltet, Perlen aufgestickt.

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